Kosmetik & Med. Fußpflege

Das Hühnerauge

Das Hühnerauge (Clavus)

Das Hühnerauge ist eine besondere Form der Schwiele.
Es entsteht in der Regel infolge eines Druckes des Schuhwerkes auf exponierte Punkte am Fuß, an denen die Haut über Knochenvorsprünge verläuft.
Von einer gewöhnlichen Schwiele unterscheidet sich der Clavus durch einen senkrecht gestellten, kegelförmigen Zapfen, der mit der Spitze nach unten (also wie ein Nagel) später durch konstanten Druck heftige Schmerzen verursachen kann. Man beseitigt den Clavus, der nur aus übereinander geschichteten Hornzellen besteht, durch Abtragen mit dem Messer, wobei man aber besonders auch den erwähnten Zapfen ganz mit fortnehmen muss.
Vor dem Entfernen erweicht man den Clavus gut.

Nachzulesen in: Handwörterbuch der Medizin; Dr. A. Villaret; Verlag von Ferdinand Enke;
Stuttgart 1888. Elseviers Moderne Medizinische Encyclopedie; Lausanne 1997.
Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete; Urban & Schwarzenberg; München 1977.

"An dieser Stelle sei ausdrücklich vor dem Umgang mit Ätzmitteln und Keratolytika, wie Salicylsäure gewarnt! Grundsätzlich sollte kein Patient mit sogenannten Hühneraugenpflastern aus der Apotheke oder Drogerie zu Hause allein hantieren.
Die Gefahr, dass diese Pflaster verrutschen, ist zu groß. Die Folge ist dann eine entzündlich veränderte Hühneraugenumgebung und das eigentliche Hühnerauge ist durch die Säure kaum noch zu erkennen, geschweige denn schmerzlos zu entfernen.
Bei der med. Fußpflege sollte im entsprechenden Fall einen ordnungsgemäßer Okklusionsverband anlegt werden, ihn kontrollieren und ihn auch abnehmen."

Man erkennt nur schwer, wo die abgestorbene Hornhaut aufhört und die gesunde durchblutete Haut anfängt. Mit Bimsstein, Raspel oder Feile kommt es (in den falschen Händen) unter Umständen zu dem Nachteil, dass die gesunde Haut gereizt oder gar verletzt wird.

Selbst manch ungenügend ausgebildeter Fußpfleger neigt dazu, zu viel Hornhaut abzutragen. Aus ihrem natürlichen Schutzmechanismus heraus reagiert die Haut auf Hautreizungen oder -verletzungen (auch durch falsche Verwendung von Bimsstein, Raspel-, Hobel- oder Schleifgeräten) mit einer vermehrten Hornzellenproduktion. Als Folge wird noch öfter geraspelt, geschnitten und gehobelt. Und am Ende dieses Teufelskreises steht dann alles andere als ein schöner, gepflegter Fuß.